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Informationsfahrt zum Thema “Kommunaler Wohnungsbau und Baulandbeschaffung”

Die Gruppe, die am 21.09. zur Infofahrt zum Thema „Kommunaler Wohnungsbau und Baulandbeschaffung“ startete, war sich über den großen Erkenntnisgewinn einig: Von Bürgern initiierte und getragene Projekte sind machbar und erfolgreich. Davon legten die besuchten Beispiele in Altötting und Asten Zeugnis ab. Die Bewohner des Altöttinger Mieter Konvents haben sich nicht nur günstigen und sozialen Wohnraum in der Kreisstadt geschaffen und gestalten ihr Zusammenleben in den gemeinschaftlich verwalteten zwei Mietshäusern selbst. Mittlerweile ist mit dem SauRiassl Syndikat auch ein regionaler Ableger entstanden, der bereits zwei weitere Hausprojekte angeschoben hat und es sich zum Ziel setzt, Menschen auch jenseits des (nicht für alle finanzierbaren) Eigenheims bezahlbaren und vor allem selbstgestalteten Wohnraum zu ermöglichen sowie gleichzeitig Immobilienspekulationen und Mietwahnsinn Einhalt zu gebieten.

Eigenverantwortungsbewusstsein und gemeinsamer Gestaltungswille sind auch die Triebfedern, die die Bürger von Asten dazu motivieren, gemeinsam ihre Dorfwirtschaft zu erhalten und zu betreiben. Dazu wurde eine Genossenschaft gegründet. Deren Vorsitzende, Maria Kellner, berichtete den Garchingern ausführlich über die Anfänge und Entwicklung der Genossenschaft, mit der die Astener das Wirtshaus betreiben. Mittlerweile wird die Dorfwirtschaft nicht nur gastronomisch genutzt, örtliche Vereine wie die Feuerwehrjugend nutzen die Räumlichkeiten ebenfalls für ihre Vereinszwecke.

 

„Wenn ich beide Projekte vergleiche, sehe ich beide Modelle als Möglichkeiten für Garching“, bilanzierte FW-Bürgemeisterkandidat Benjamin Peterlunger bei seinem anschließenden Referat. In Frage kommende Projekte gibt es in Garching genug, etwa die alte Bahnhofwirtschaft oder den Bräu-Wirt in Wald. Die Gemeinde dürfe das Thema kommunaler Wohungsbau nicht völlig brach liegen lassen, so wie es jetzt geschehe, bemängelte Peterlunger. „Man kann hier nicht nur auf den guten Willen von Privatpersonen vertrauen, das Hauptinteresse muss bei den Kommunen selbst liegen“, ist Benjamin Peterlunger überzeugt. An der Schaffung von Wohnraum, vor allem auch für Familien und einem attraktiven Ortsbild sollten indes alle Bürger einer Gemeinde ein Interesse haben: „Nur so können wir neue Leute motivieren, hierher nach Garching zu ziehen. Das bedeutet mehr Steuereinnahmen für die Gemeinde, mehr Kaufkraft, die den örtlichen Geschäften zugute kommt und den Erhalt einer guten Infrastruktur etwa bei Schulen und Kindergärten.“ Zudem locken momentan attraktive Förderprogramme vom Freistaat, die hohe Kostenanteile, z. B. bei der Planung von sozialen Wohnbauprojekten, übernehmen. „Auf dieses Geld zu verzichten, wäre sehr kurzsichtig von uns als Gemeinde“, gibt Benjamin Peterlunger zu bedenken.

Für genauso wichtig hält der Bürgermeisterkandidat die Beschaffung von neuem Bauland: „Wenn wir als Gemeinde selbst Grundstücke auf der Hand haben, bringt uns das in eine bessere Verhandlungsposition.“ Gespräche mit verkaufswilligen Grundstückseigentümern seien bereits geführt worden, das Interesse für Veräußerungen an die Gemeinde sei da: „Jetzt muss man hier offen für die Kaufoptionen sein – auf beiden Seiten“, so Peterlunger.

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